Gute Inhalte sind ein Schlüssel zur Aufmerksamkeit – deswegen ist Video Content Marketing ein spannender Ansatz für Ihre Videostrategie. Corporate Content, das bedeutet weg vom Prinzip „ich habe ein Angebot für dich“ zum Prinzip „Du hast ein Bedürfnis/Problem – ich habe die Lösung“ – also maßgeschneiderte und deswegen relevante Inhalte für Menschen in bestimmten Situationen und Momenten. Schnell, einfach und hilfreich.

Im Grunde hilft es sich auch als Unternehmen nicht als Werber, sondern als Publisher zu sehen – also wie ein Sender oder Medium – und auch so zu agieren. Gute Inhalte, die mein Publikum (nicht Kundenkreis), gerne konsumiert. Verkauft oder Informiert wird, nachdem wir das Vertrauen des Publikum erlangt haben, wie nebenbei. Im Videoumfeld kümmern wir uns deswegen verstärkt um die Aspekte Unterhaltung, Inspiration, Information und Lernen.

Video ist ein großartiges Medium für Content Marketing. Mit keinem anderen Medium kann ich so intensive Erfahrungen generieren und so eindringlich Botschaften vermitteln wie mit Bewegtbild. In keinem Medium sonst kann ich gleichzeitig jemandem zuhören und dabei in ein Gesicht sehen wie der oder diejenige sich fühlt. Das ist einfach so. Ausserdem ist es erwiesen, dass der Großteil der Menschen audivisuell lernen. Die Leute sehen und hören einfach besser als sie lesen können. Das macht Bewegtbild so leicht verdaulich.

So lernen wir zum Beispiel, wie man die Decke einer Wohnung selbst abhängt, und nebenbei lernt man die Produktwelt von Knauf kennen. 

Oder wir sehen, dass Bürgersolarkraftwerke nicht nur umweltfreundlich Strom erzeugen, sondern auch noch ein Zuhause für Bienen sein können.

Video News Releases

Video News Releases sind fertige Berichte und auch Rohmaterial zur Verfügung für verschiedene Medien und Kanäle oder direkt an den User über Social Media Kanäle und Videoplattformen.  Für viele Institutionen, Non-Profit-Organisationen, Parteien und Verbände bieten sich Video News Releases förmlich an. Denn gesellschaftspolitische Anliegen sind von vornherein relevant, zumindest für Betroffene. Und gesellschaftspolitische Themen können gar nicht exotisch genug sein, um nicht doch auch im Fernsehen oder auf den unzähligen Videokanälen im Netz, und sei es in einer Nische, ihr Publikum zu finden. Gerade in der Nische ist es auch so, dass die Sender wenig investieren wollen und für rechtefreies Material sehr dankbar sind.

Die ÖBB setzt Video News Releases seit einiger Zeit ein. Neben redaktionellen Beiträgen gibt es in dem Media Center der ÖBB auch Archivmaterial zu Zügen und Bahnhöfen zu finden. Auch über Facebook und YouTube werden diese Videos platziert.

Ein weiteres Beispiel sind die berührenden Reportagen der Caritas. Videos aus Krisengebieten wie dem Südsudan, dem Libanon oder aus der Ukraine. Keine reinen Spendenaufrufe, sondern Einblicke in die Welt der Notleidenden.

Auch die Erste Group arbeitet mit Content Marketing. Die Research Sparte ist bekannt für hochwertige Analysen und Reports über die Macro- und Microökonomische Faktenlage. 3-4 mal die Woche werden kurze Talks mit Finanzexperten des Unternehmens veröffentlicht.

Erklärvideos und Public Service Announcements

Erklärvideos sollen komplexe Sachverhalte vereinfachen und effektiv vermitteln. In einem kurzen Video werden relevante Punkte dargestellt, damit man zum Beispiel einen Überblick über ein großes Thema bekommt – eine vollständige und lückenlose Erklärung ist nicht unbedingt das Ziel. Mit Hilfe von Storytelling-Techniken wird eine Botschaft emotional verankert – Ziel ist, dass sich der Seher direkt involviert und identifiziert. Es geht also nicht wie in einem Tutorial-Video darum, einen Vorgang Schritt für Schritt anzuleiten.

Meist kommen Text, Bilder, Musik und ein/e SprecherIn zum Einsatz – Animationstechniken werden häufig zur Gestaltung herangezogen (Siehe Kapitel „Animation“). Erklärvideos sind sehr häufig auf Startseiten zu finden – sie umreißen das Service eines speziellen Produkts, erklären die Kernbotenschaften einer Kampagne oder sind emotionaler Anreißer eines wichtigen Themas.

Tele.ring. – Frag doch den Inder

Eine ähnliche Stoßrichtung haben Servicevideos oder „Public Service Announcements“. Im Unterschied zu Video News Releases wenden sie sich an die ZuseherInnen direkt, ein Sender/Kanal könnte sie demnach zeigen, aber nicht in Einzelsequenzen „zerlegen“ und neu zusammensetzen, so wie das beim Rohmaterial, das man bei den Video News Releases zur Verfügung stellt, möglich ist. Sie sind auch eher gemacht, um „EndkundInnen“ zu informieren, als für breitere Berichterstattung.

Public Service Announcements kommen meist von einer Institution oder einem Verband und bieten Aufklärung oder, noch typischer, Service. Sie können somit auch in Richtung Tutorial, also Schulungsvideo gehen. Wenn Ihnen die Arbeiterkammer erklärt, wie Sie Ihren Lohnsteuerausgleich machen können, ist das typisches Public Service Announcement – und alle haben etwas davon: Sie bekommen Geld vom Staat zurück und die AK hat sich einmal mehr als Serviceeinrichtung etabliert. Und in diesem Fall ganz ohne eine Meinung zu vertreten. Langsam hat sich eine Erkenntnis durchgesetzt: Public Service -Announcements in Form von Videos sind wesentlich emotionaler, unterhaltsamer, vor allem verständlicher und niederschwelliger als geschriebene Texte: Denn allein in Österreich leben nach jüngsten Untersuchungen eine Million (!) Menschen, die funktionale AnalphabetInnen sind – also einen Text zwar lesen, aber nicht verstehen können. Ich weiß, das ist ein durchaus bitteres Argument für Videos.

Was macht die AK?

fem:Help-App

Lernvideos und Webinare

Eine Gattung passt noch sehr schön zu den gemeinnützigen oder öffentlichen Einrichtungen, auch wenn sie, wie alle „Kampagnenvideos“, durchaus auch von Firmen genützt werden kann: Lernvideos, Tutorials, Mitmachvideos – bis hin zu Webinaren.

Von Tutorials, also „Erklärbärvideos“, war hier schon die Rede. Lernvideos können aber auch sehr lang und detailreich sein und sich ganzen Wissensgebieten widmen. Dabei gibt es sehr span-nende Interaktionsmöglichkeiten, von Hyper-links (also Links im Video, die man klicken kann, um zu weiterführenden Inhalten im Netz zu gelangen) bis hin zu alternativen Fortsetzungen, bei denen man im Video zum Beispiel durch das Beantworten von Fragen die Dramaturgie steuern kann. Aber auch wenn Lernvideos in Form einer Reportage aufgebaut sind, kann das die adäquate und daher erfolgreiche Form sein – wie die DVD-Serie „Von Anfang an“, in der Mütter von der Schwangerschaft über die Geburt bis hin zum Kleinkindalter exemplarisch begleitet werden. Die Oberösterreichische Gebietskrankenkasse verschenkt diese DVDs gemeinsam mit einer Info-mappe an werdende Mütter und Väter und bietet damit hervorragenden Service für diese große Herausforderung.

OÖGKK – … von Anfang an! 

Als „Mitmachvideos“ würde ich Videos bezeichnen, die ihre ZuseherInnen aktivieren – zum mit- oder nachmachen eben. Die meistverbreitete Form dürfte neben der Kochanleitung das Fitnessvideo in all seinen Ausprägungen von Tanz bis Yoga sein. Und auch hier gibt es viele imagefördernde Möglichkeiten: Die ASFINAG, die in Österreich Autobahnen und Schnellstraßen errichtet und bemautet, stellt zum Beispiel ein
Fitnessvideo für müde AutofahrerInnen mit ein paar Übungen auf der Raststation zur Verfügung. Und die SVA, die Krankenkasse der Selbstständigen, ein Video mit Fitnessübungen fürs Büro. Und beide haben langfristig etwas davon: gesündere VersicherungsnehmerInnen und weniger Unfälle.

Asfinag – Fit für die Fahrt mit Roman Daucher

Eine letzte Lehrmöglichkeit für Institutionen sowie alle anderen möchte ich noch präsentieren: Webinare. Die einfachste Form des Webinars, der Seminarform im Netz, findet vor der Webcam statt: Eine Person setzt sich hin und referiert einen Inhalt. Natürlich geht’s auch aufwen-diger: mehrere Kameraperspektiven, Grafiken (und seien es nur PowerPoint-Slides oder Prezis), Zwischenbilder, Split Screens – die Gestaltungsmöglichkeiten sind vielfältig. Webinare sind -allerdings in der Regel live, was eines guten Timings und eines gewissen technischen Aufwands bedarf, um sie abwechslungsreich und spannend zu gestalten.

Mit Video Content Marketing durchstarten 

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