Dem PRVA war mit dem 5. Österreichischen Kommunikationstag das Thema „Digitale Transformation & PR 4.0“ ein Anliegen. Für uns Grund genug,  Digitalisierung auch begreifbar zu machen und den Kongress als Showcase für die Anwendung von Live Video und Mobile Reporting zu nutzen.

News on Video versorgt Veranstalter schon seit Gründung mit Onlinevideos. Wir haben Blogs, Firmenseiten, Facebook Seiten und YouTube Kanäle befüllt, noch bevor das Internet „live“ war: für’s später schauen, zuhause. Das hat sich gewandelt – die Revolution der mobile Devices ist deutlich zu spüren. Heute leben wir im Zeitalter des Newsfeed, der Empfänger ist gleich Sender und wartet stets bereit in der Hosentasche – wir sind always on. Das hat die Bedürfnisse gedreht und auch die Möglichkeiten radikal verbreitert.

ES IST ZEIT FÜR LIVE VIDEO

Onlinevideo ist jetzt live. YouTube, Twitter und allen voran Facebook haben für einen Aufschwung des Livestreamings gesorgt – denn es ist einfach zu machen und es ist einfach zu sehen. Alles was man dazu braucht ist ein Smartphone (wir haben etwas mehr Aufwand betrieben – Zwinkersmiley). Den Rest erledigt der Algorithmus, der Video – insbesondere live – besonders bevorzugt.

Das kann man für sich nutzen.

Es ist natürlich nicht so, dass der klassische Eventfilm ausgedient hätte. Aber, er hat in Relation zu den Möglichkeiten, die sich heute bieten, an Bedeutung verloren. Heute geht mehr. Wir haben euch das anhand des 5. Österreichischen Kommunikationstages vorgeführt. Sehen wir uns das mal an…

DAS PUBLIKUM ZUERST

Es ist erwiesener Maßen g’scheit anfangs zu überlegen, was man für wen leisten möchte. Also Frage Nummer 1: Was würde unser Zuseher gerne sehen wollen? Für Interessenten einer Businessveranstaltung wie dem Kommunikationstag wollten wir vor allem Nützliches bieten, ausserdem sieht sich jeder gerne einmal selbst in einem Video (Hand auf’s Herz!). Unser gesamter Auftritt muss zusätzlich eng an Corporate Design- und Imagevorgaben angepasst sein.

Ergo, unsere definierten Ziele für den Österreichischen Kommunikationstag: Information vor Unterhaltung, viele Gesichter, optisch perfekt an die Marke angepasst und extra aktuelles Spielzeug für die Umsetzung – zum Anschauen und Gustieren vor Ort.

So haben wir umgesetzt:

1. PLATTFORMEN

Noch bevor wir uns mit Themen auseinander setzen, entscheiden wir die Kanäle für die Ausspielung. Das hat große Auswirkungen auf das Storytelling und begrenzt die technischen Möglichkeiten. Die Veranstalter PRVA und die Quadriga sind auf Facebook und Twitter präsent, beide geben uns die Möglichkeit zum Upload von Videos, beide haben Live Video Dienste – Facebook direkt, Twitter über die Anbindung von Periscope.

Aus Erfahrung wissen wir, dass die Kommunikationsbranche sich häufig über Twitter austauscht und wir dort über Hashtags leicht eine breite Öffentlichkeit ansprechen können – wobei wir angenommen haben, dass das Publikum auf Facebook durch den Live Video freundlichen Ranking-Algorithmus leichter zu erreichen sein wird. Das hat sich in den Zahlen auch bewahrheitet.

2. THEMEN & FORMATE

Thematisch sind wir auf einer Veranstaltung wie dem Österreichischen Kommunikationstag ohnehin gut aufgestellt. Die Arbeit hat sich hier darauf beschränkt potentiell populäre Programmpunkte und Speaker mit starker Reichweite (Facebook/Twitter Follower) auszuwählen:

  • Livestream zweier Keynotes und einer Diskussionsrunde auf Facebook und Twitter
  • Interviews mit fünf weiteren Speakern – zwei davon als Live Video – für Twitter

Beispielsweise so:

Weiter Formate sollten neben Informationen noch Gesichter ins Spiel bringen:

  • Eine Umfrage unter Besuchern zum Thema „Hamma wieder was gelernt“ mit ersten Impressionen des Tages
  • Ein klassischer, ausgewachsener Aftermovie, der am Tag danach online ging

Besonders das Aftermovie ließe sich natürlich auch weiter verwerten z.B. auf Websites oder im Newsletter – denn am Tag danach ist das eigentlich schon yesterdays news. Deswegen haben die ersten Impressionen auch spontan besser abgeschnitten.

3. TEAM & TECHNIK

In Summe waren das also neun Videos in den Facebook und Twitter Feeds statt einem – wobei hier noch viel Luft war. Ziel war nicht maximaler Output, sondern von allem ein klein wenig zu zeigen. Dazu waren vor Ort 5 Personen beschäftigt:

  • 2 Personen für die Übertragungstechnik – an die Projektionswand vor Ort, auf Screens in Nebenräumen.
  • 1 Person für die Betreuung von Facebook Live und Twitter bzw. Periscope.
  • 2 Personen bildeten ein „rasendes“ Reporterteam, die mit Mobile Reporting Equipment (Smartphone + Zubehör) schnell und flexibel Einsatzfähig waren.

Der Aufwand für solche Events lässt sich übrigens hervorragend skalieren. News on Video arbeitet mit Videojournalistinnen und -journalisten (Akademischer Lehrgang Videojournalismus), wir sind was mobile Reporting (Tipps hier und hier) betrifft Anwender der ersten Stunde und freuen uns deswegen auch über jegliche Form der Miniaturisierung. Live Video Streaming und redaktionelles Arbeiten gibt’s deswegen schon ab einer Person (Mit Kamera und Live Box) vor Ort.

Wir bilden unsere Kunden immer öfter dazu aus, Smartphone Videos selbst zu drehen und zu schneiden. Gerade zu diesen Anlässen lässt sich mit Eigenleistung und guter Zusammenarbeit der Videooutput noch steigern.

 

4. FAZIT

Für ein Event mit 500 und spitzer Zielgruppe kann sich das Ergebnis sehen lassen. Hier die gesammelten Zahlen:

  • Twitter & Periscope 129 Gefällt mir / 42 Retweets / insgesamt 20,8 Stunden Watchtime von 1000 Zusehern
  • Facebook rund 385 Gefällt mir / 24 Kommentare / 46 mal geteilt / insgesamt 61,6 Stunden Watchtime von 4.400 Views

Obendrein waren die Kommentare durchgehend positiv, Nutzer haben sich explizit für das Livestream Service bedankt. Sowohl auf Twitter, wie auch auf Facebook haben wir mit unseren Posts den organischen Reichweitenrekord der Seite gebrochen. Es ist deutlich zu sehen, das Publikum ist reif für zeitgemäße Videos.